Alfred Adler Institut Düsseldorf

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Alfred Adler

Degerstrasse 10 
40235 Düsseldorf 
Tel.: 0211 - 357773 
Fax: 0211 - 1646482 
E-Mail: info@aaid.org 



Öffnungszeiten und tel. Sprechzeiten mittwochs von 16.00 bis 18.30 Uhr,
dienstags von 10.00 bis 13.00 Uhr

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Das 2. Seminar der Veranstaltungsreihe „Philosophie für Psychotherapeuten und psychologische Berater“ mit dem Thema ‚Das Denken des Als-Ob und das Leben in Fiktionen – Hans Vaihinger' findet am 12.06.2010 von 14.00 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Alfred Adler Institutes Düsseldorf, Degerstr. 10, statt.

Teilnahmegebühr: 40 Euro .

Referent: Dr. phil. Roland Lambrecht, Bonn. Er ist Diplom-Psychologe, Mitglied d. DGIP und tätig in der Fort- und Weiterbildung der Kranken- und Altenpflege. Seit 2007 Seminare für die Alfred Adler Akademie. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Seminarinhalte und Ziele:

Die im Wesentlichen von 1876-78 verfasste „Philosophie des Als-Ob“ des Nietzsche-Zeitgenossen und späteren Kant-Forschers Hans Vaihinger wurde ein philosophischer Bestseller. Die darin auf 800 Seiten in aller Breite verfochtene Lehre von den „theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit“ hat in diesen Jahren viel Diskussion ausgelöst und großen Eindruck gemacht – vor allem auf Alfred Adler: Im Zuge seiner Lösung von Freud hatte Adler nämlich den Begriff der „leitenden Fiktion“ (später „Leitlinie“) für die Analyse des Seelischen fruchtbar gemacht. Nach Vaihingers Tod 1933 wurde sein Erfolgsbuch dann über 50 Jahre lang nicht mehr aufgelegt. Erst in der postmodernen Wende der Gegenwartsphilosophie lässt sich im Zusammenhang des Konstruktivismus eine zögerliche Rückbesinnung auf Vaihingers Grundidee von dem unumgänglichen, lebensförderlichen „Fiktionalismus“ unserer Welterfassung feststellen: Gefangen in unseren Zugangsmustern zur äußeren und inneren Welt, müssen wir viel öfter zu Als-ob-Hilfsangeboten der „dichtenden Einbildungskraft“ Zuflucht nehmen, als wir es gerne wahr haben wollten. Damit stellt sich die Frage nach der Grenze zwischen dem Normalen und dem Pathologischen in unseren Überzeugungen und Lebensentwürfen neu.

Nach einem Einleitungsreferat wird es Raum für Diskussionen und Fragen geben. In Arbeitsgruppen besteht sodann die Möglichkeit, wissen-schaftstheoretische Bezüge sowie Implikationen für die berufliche Praxis heraus zu arbeiten.

Zielgruppe: Psychotherapeuten und psychologische Berater, Ausbildungskandidaten

(Akkreditierung: 5 Punkte)

Anmeldeschluss: 31.05.2010

Ein Anmeldeformular finden Sie hier.


Weitere Termine der Veranstaltungsreihe „ Philosophie für Psychotherapeuten und psychologische Berater“ :

04.09.2010   „Der Einzelne, die Schwäche der Existenz und die Angst – Sören Kierkegaard

04.12. 2010  „Stoizismus, Skeptizismus und unglückliches Bewusstsein – Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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